Abenteuer auf dem Wasser – Ein unvergesslicher Tag

Hallo ihr Lieben,

Heute teilen wir den Bericht ausnahmsweise in zwei Beiträge auf, damit die vielen Erlebnisse und Highlights besser zur Geltung kommen.

Today, we are exceptionally splitting the report into two posts so that all the experiences and highlights can be appreciated more fully.

Wir sind tatsächlich um 6:45 Uhr vom Wecker geweckt worden – sehr ungewohnt für uns 😅. Da es noch so früh war, haben wir das Frühstück kurzerhand zu Tim Hortons verlegt. Gut gestärkt ging es dann zu Campbell River Whale Watch and Adventure Tours. Dort hatte Marcel eine kombinierte Kajak- und Whale-Watch-Tour gebucht.

Zu unserer positiven Überraschung war außer uns nur ein weiteres Pärchen dabei – Sue und Jeff aus Australien. Damit wurde die ganze Sache fast zu einem privaten Ausflug. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung legte unser Schiff ab und Steve, unser Kapitän, brachte uns in die ruhige Thurston Bay, wo die Kajaks zu Wasser gelassen wurden. Laura, unsere selbststudierte Biologin, begleitete uns und versorgte uns zunächst mit einem Haferflocken-Honig-Ahornsirup-Snack und einer Flasche Wasser.

In der Bucht gab es zunächst eine kleine Sicherheitsunterweisung, danach paddelten wir los. Laura erzählte uns viel über das Küstenökosystem: über Kelp, Quallen, Krabben und Seesterne. Einen Seestern nahm sie sogar kurz aus dem Wasser, sodass wir ihn alle anfassen durften – sie betonte dabei, dass sie das nur macht, wenn sich das Tier nicht festkrallt und die Wahrscheinlichkeit, dass genau dieser Seestern jemals wieder in Menschenhand landet, extrem gering ist. Das fühlte sich wie ein echtes Privileg an.

Als kleines Highlight wartete nach einer Biegung eine Gruppe Seehunde auf uns. Offensichtlich fühlten sie sich durch uns bei ihrem Nickerchen gestört und glitten einer nach dem anderen ins Wasser – allerdings mit einer neugierigen Gelassenheit, die uns zum Schmunzeln brachte. Dazu gesellte sich ein Gürtelfischer, der uns mehr als eine halbe Stunde lang begleitete. Nach etwa 2,5 Stunden kehrten wir zurück zum Schiff – das Ein- und Aussteigen war ein Abenteuer für sich, besonders für Marcel mit seinen langen Beinen, aber am Ende haben wir es alle erfolgreich gemeistert.

Dieser Ausflug allein war schon traumhaft: die stille, unberührte Bucht, die bewaldeten Hänge, der mögliche Bärenstrand. Doch das Beste kam noch! An Bord wartete ein köstliches Mittagessen: Wraps, Cookies, getrocknete Mango (einfach fantastisch!) und heißer Kaffee.

Nachdem die Kajaks wieder sicher verstaut waren, fragte Steve mit einem breiten Grinsen: „Seid ihr bereit, Wale zu sehen?“ Ich hatte ihm zuvor von unserer Tour in Victoria erzählt, woraufhin er meinte: „Na, dann wollen wir das hier mal toppen!“

Keine fünf Minuten später tauchten tatsächlich Orcas auf – die Northern Residents, genauer gesagt die Matriline A25. Mit dabei war das Weibchen Cordeo und ihr Onkel Surge, ein beeindruckender Bulle. Wir hielten respektvoll Abstand, doch konnten beobachten, wie sie in den starken Strömungen mit Leichtigkeit jagten. Surge trennte sich dann von der Gruppe, kreuzte unser Boot und tauchte nur 20 Meter neben uns wieder auf. Dieses tiefe, kraftvolle Aus- und Einatmen direkt neben uns werde ich niemals vergessen 🥹.

Doch der Tag hielt noch mehr bereit: Vier Buckelwale tauchten auf, begleitet von Kurzschnauzendelfinen und gewöhnlichen Schweinswalen. Ein Spektakel sondergleichen – man wusste gar nicht, wohin man zuerst schauen sollte. Nachdem auch die Buckelwale für einen längeren Tauchgang abgetaucht waren, ging es weiter in den Frederick Arm. Dort warteten rund 20 Weißseitendelfine, die in atemberaubender Geschwindigkeit um unser Boot schossen – so schnell und wendig, dass wir kaum folgen konnten.

Und Steve hatte noch ein Versprechen einzulösen: Ich hatte mir Weißkopfseeadler gewünscht. In der Big Bay, zwischen drei kleinen Inseln, fanden wir sie – über 20 Stück saßen majestätisch in den Bäumen, während im Wasser Stellar-Seelöwen und Seehunde auf Beute lauerten. Ein Anblick, der mich sprachlos machte.

Zum Abschluss fragte Steve, ob wir seefest seien. Er erklärte, dass er die großen Wellen vorsichtig nehmen würde, man aber trotzdem ordentlich durchgeschüttelt werde. Wir stimmten zu – und bekamen eine halbe Stunde lang die volle Wellen-Action. Da wir oben auf dem Dach saßen, wurden wir auch ordentlich nass, während die anderen sich unten verkrochen. Marcel fragte zwischendurch tatsächlich, ob so ein Boot in den Wellen durchbrechen könne. Steve lachte nur und meinte: „Keine Sorge, bei diesen Wellen passiert nichts.“ Trotzdem waren wir heilfroh, als wir wieder in den ruhigen Hafen einliefen.

Am Abend rundeten wir den Tag mit einem Besuch im schwimmenden Restaurant unseres RV-Platzes ab – frisches Seafood vom Feinsten. Danach fielen wir völlig erschöpft, aber glücklich, in unsere Betten.

Viele Grüße

KaroCel

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Between Waterfalls, Suspension Bridges and Unexpected Encounters 

Hallo ihr Lieben,

Vom Regen geweckt – mal wieder – doch immerhin blieb es danach bis zum Nachmittag trocken. Nach einem gemütlichen Frühstück im RV machten wir uns auf den Weg Richtung Oyster River. Dort hielten wir allerdings nicht an, denn direkt am Highway ohne wirkliche Parkmöglichkeit war uns das mit dem Camper zu heikel.

Woken up by rain – yet again – but at least it stayed dry until the afternoon. After a cozy breakfast in the RV, we set off towards Oyster River. We didn’t stop there though, as parking right off the highway with our camper felt far too risky.

Stattdessen ging es weiter in den Elk Falls Provincial Park. Dort unternahmen wir eine kurze Wanderung zur bekannten Hängebrücke. Schon der Weg dorthin führte uns über Stufen aus Metallgitter, und genau solche Treppen und Brücken sind für mich eigentlich der blanke Horror. Der Blick nach unten lässt einen jeden Schritt doppelt spüren. Aber ich habe es tatsächlich geschafft, die Brücke zu überqueren – und wurde dafür mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Fälle und die tief eingeschnittene Schlucht belohnt. Es war ein beeindruckender Moment, den ich nicht so schnell vergessen werde. Als ob das nicht genug wäre, huschte auch noch ein kleines Rothörnchen flink durch die Baumwipfel – eine tierische Sichtung am Rande.

Instead, we drove on to Elk Falls Provincial Park and took a short hike to the famous suspension bridge. The path already included metal-grid stairs – and those stairs and bridges are honestly my personal nightmare. Looking down makes every step feel twice as heavy. But I actually made it across the bridge – and was rewarded with a breathtaking view of the waterfalls and the deep canyon below. It was an unforgettable moment. As if on cue, a little red squirrel darted through the treetops – a sweet wildlife encounter along the way.

Auf der Weiterfahrt fiel uns am Campbell River auf, wie viele Autos am Straßenrand parkten. Die Besitzer standen fast alle im Fluss – ausgerüstet mit Angeln. Kein Wunder: Der große Lachsrun hat begonnen!

On our way back, we noticed dozens of cars parked along the Campbell River. Their owners stood almost shoulder to shoulder in the water, fishing rods in hand – the great salmon run has begun!

Da wir noch ein Stück Fahrt bis ins Browns Bay Resort vor uns hatten und uns außerdem ein wenig Ruhe für die kommenden Tage gönnen wollten, stand für den restlichen Nachmittag nichts mehr auf dem Plan. Stattdessen wollten wir das Resort einfach einmal genießen. Und das wurde auf eine unglaubliche Weise belohnt: Im Hafenbecken tauchte plötzlich eine Buckelwal-Mutter mit ihrem Kalb auf und hielt die gesamte Bucht für eine halbe Stunde in Atem. Kurz zuvor war bereits ein Weißkopfseeadler vorbeigeflogen, und auf der anderen Seite der Bucht zeigten sich Orcas oder Delfine. Alles passierte so schnell und gleichzeitig, dass ich nicht einmal die Chance hatte, Fotos zu machen – aber genau das machte es noch einzigartiger.

Since we still had a stretch of driving ahead of us to reach Browns Bay Resort, and also wanted to take it easy before the next days, we had nothing else planned. Instead, we decided to simply enjoy the resort. And what a reward we got: a humpback whale mother and her calf surfaced right in the marina, keeping the entire bay captivated for half an hour before disappearing with a graceful fluke dive. Just before that, a bald eagle had soared overhead, and on the far side of the bay, we even spotted orcas or dolphins. It all happened so fast and all at once that I didn’t even manage to take a picture – but that made it feel even more special.

Zum Abschluss des Tages saßen wir bis zum Dunkelwerden draußen, plauderten mit unseren kanadischen Nachbarn und warteten darauf, wie zwei große Kreuzfahrtschiffe majestätisch durch die Passage zogen. Ein Tag, der mit Regen begann und in purer Magie endete.

We ended the day sitting outside until dark, chatting with our Canadian neighbors and watching two massive cruise ships glide through the channel. A day that began with rain but ended in pure magic.

Liebe Grüße

KaroCel

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Waffles, Giant Trees, and Ocean Giants

Hallo ihr Lieben,

Am Morgen wurden wir vom Regen geweckt. Da uns sowohl Ahornsirup als auch Brot fehlten, haben wir das Frühstück kurzerhand nach Port Alberni verlegt. Im Boomerang gab es dann ein echtes kanadisch-amerikanisches Frühstück: Rührei mit Speck und Waffeln für mich, und für Marcel sogar ein Steak mit Eiern – eine kräftige Stärkung für den Tag.

In the morning, we were woken up by rain. Since we were missing both maple syrup and bread, we decided to move breakfast to Port Alberni. At Boomerang, we had a truly Canadian-American meal: scrambled eggs with bacon and waffles for me, and for Marcel even a steak with eggs – a hearty start to the day.

Eigentlich wollten wir anschließend den Hole-in-the-Wall-Trail gehen. Leider haben wir den Einstieg an der Hauptstraße nicht gefunden – schade, denn wir hatten uns darauf gefreut. Also fuhren wir weiter zur Cathedral Grove, wo wir von den riesigen, uralten Bäumen beeindruckt waren. Manche Douglasien sind hier bis zu 800 Jahre alt – sie standen also schon, als Christoph Kolumbus seine erste Reise über den Atlantik unternahm.

Afterwards, we actually wanted to hike the Hole-in-the-Wall Trail. Unfortunately, we couldn’t find the trailhead along the highway – a pity, since we had really looked forward to it. So we continued to Cathedral Grove, where we were deeply impressed by the massive, ancient trees. Some Douglas firs here are up to 800 years old – they were already standing when Christopher Columbus made his first journey across the Atlantic.

Als Nächstes steuerten wir ein sehr spezielles Ziel an: Goats on the Roof. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich Ziegen nicht einfach nur unsympathisch finde – ich habe wirklich und wahrhaftig Angst vor ihnen! Und hier laufen sie tatsächlich oben auf dem Dach herum. Ein ziemlich skurriler Ort, den ich eher aus sicherer Distanz betrachtet habe.

Next, we headed to a rather unusual destination: Goats on the Roof. Anyone who knows me is aware that I don’t just dislike goats – I am truly afraid of them! And here, they actually roam around on the roof. A quirky place that I preferred to observe from a safe distance.

Richtig spannend wurde es danach bei unserem Besuch der Deep Bay Marine Field Station (VIU). Hier dreht sich alles um die Meereswelt vor Vancouver Island, und es fühlte sich ein bisschen an, als hätten wir hinter die Kulissen des Ozeans blicken dürfen. Wir konnten ein echtes Skelett eines Bigg’s/Transient-Orcas berühren und erfuhren spannende Details über diese faszinierenden Meeressäuger. Besonders berührt hat uns eine Skulptur zu Ehren von Tahlequah (J-35), jener Orca-Mutter, die 2018 weltweit bekannt wurde, als sie ihr totes Kalb über zwei Wochen lang mit sich trug – ein zutiefst bewegendes Symbol für die enge Bindung zwischen Mutter und Kind im Tierreich.

Things got really exciting at the Deep Bay Marine Field Station (VIU). Here, everything revolves around the marine world off Vancouver Island, and it felt a little like we got to peek behind the scenes of the ocean. We were even able to touch a real skeleton of a Bigg’s/Transient Orca and learned fascinating details about these majestic marine mammals. What touched us most was a sculpture in honor of Tahlequah (J-35), the orca mother who became known worldwide in 2018 when she carried her dead calf for over two weeks – a deeply moving symbol of the strong bond between mother and child in the animal kingdom.

Dazu kam das riesige Skelett eines jungen Grauwals, der beim Tod gerade einmal fünf Jahre alt war. Unglaublich, wie groß er schon in so jungen Jahren war! Die Gespräche mit den Forschern waren lebendig, lehrreich und haben uns das Gefühl gegeben, für einen Moment Teil ihrer Welt zu sein.

There was also the enormous skeleton of a young gray whale, who had been only five years old at the time of his death. It was incredible how large he already was at such a young age! The conversations with the researchers were vivid, educational, and gave us the feeling of being part of their world for a moment.

Für die Nacht haben wir uns im Kin Beach Provincial Park niedergelassen – mitten in der Natur, unsupportet. Hier gibt es Schwarzbären und sogar Pumas. Allerdings meinte die Rezeptionistin mit einem Augenzwinkern, dass es heute Abend so voll sei, dass sich wahrscheinlich keiner blicken lassen werde.

For the night, we settled in at Kin Beach Provincial Park – right in the middle of nature, unsupervised. Black bears and even cougars roam here. However, the receptionist mentioned with a wink that it was so busy tonight that probably none of them would show up.

Und das Beste zum Schluss: Nach dem verregneten Morgen blieb es den ganzen Tag über trocken.

And the best part: after the rainy morning, the rest of the day stayed dry.

Liebe Grüße

KaroCel

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Nature, Cliffs, and Hidden Trails

Hallo ihr Lieben,

Nach einem entspannten Frühstück im RV machten wir uns auf den Weg nach Ucluelet. Unser Ziel: der Lighthouse Trail. Entlang der felsigen Klippen rauschte das Meer kraftvoll gegen die Küste, und zwischen den Ausblickspunkten ragten beeindruckende Zedern in den Himmel – eine spannende Mischung aus wilder Natur und uralten Riesen.

After a relaxed breakfast in the RV, we set off for Ucluelet. Our destination: the Lighthouse Trail. Along the rugged cliffs, the sea crashed powerfully against the coast, and between the viewpoints, impressive cedars towered into the sky – a fascinating mix of wild nature and ancient giants.

Als Kontrast führte uns der anschließende Bog Trail durch ein stilles Moor, das mit seinen geheimnisvollen Holzstegen und der besonderen Vegetation eine ganz eigene Atmosphäre hatte.

In contrast, the following Bog Trail took us through a quiet moor, with mysterious wooden boardwalks and unique vegetation that created a very special atmosphere.

Im Anschluss füllten wir noch unsere Vorräte auf, bevor es weiter zum Ancient Cedar Trail ging. Dort tauchten wir erneut in die Welt der riesigen Bäume ein und erfuhren nebenbei einiges über die traditionelle Holzverarbeitung der First Nations.

Afterwards, we restocked our supplies before heading on to the Ancient Cedar Trail. There, we once again immersed ourselves in the world of giant trees and learned a bit about the traditional wood processing of the First Nations.

Am Abend erreichten wir ein verstecktes Flussufer am Taylor River, wo wir für die Nacht blieben. Beim Abendessen stellten wir dann mit einem Schmunzeln fest, dass wir beim Einkaufen unser Brot an der Kasse vergessen hatten – also war etwas Improvisation angesagt.

In the evening, we reached a hidden riverbank at the Taylor River, where we stayed overnight. During dinner, we realized with a smile that we had left our bread behind at the checkout – so a little improvisation was needed.

Rundherum schien sich jeder zu kennen, was ein klein wenig unheimlich wirkte, aber zum Glück blieb alles ruhig.

Everyone around us seemed to know each other, which felt a little unsettling – but luckily, nothing happened.

Und natürlich: auch der Regen ließ uns nicht ganz in Ruhe. Es war zwar kein Dauerregen, aber doch so viel, dass es langsam einfach nur noch nervte.

And of course, the rain didn’t quite leave us alone. It wasn’t constant, but just enough to get on our nerves.

liebe Grüße

KaroCel

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Rain, Rain, and More Rain

Hallo ihr Lieben,
Regen, Regen und nochmals Regen – so sah unser heutiger Tag aus. Wir haben uns daher gemütlich im RV verkrochen und das Prasseln auf dem Dach einfach zum Teil des Tages gemacht. Manchmal ist genau das der Reiz: keine großen Pläne, sondern die Ruhe annehmen, die das Wetter mit sich bringt.

Rain, rain, and even more rain – that’s what our day looked like today. We cozied up inside the RV and let the sound of raindrops on the roof become part of the day. Sometimes that’s the charm: no big plans, just embracing the calm that the weather brings.

Doch der Himmel hatte ein Einsehen: Am Abend brach die Sonne noch einmal durch die Wolken und tauchte die Küste in goldenes Licht. Für uns war das das Signal, den Tag mit einem besonderen Highlight zu beenden.

But the sky showed some mercy: in the evening the sun finally broke through the clouds and bathed the coastline in golden light. For us, that was the perfect signal to end the day with a special highlight.

Geplant war ein Besuch in der Fasssauna – und diesmal nicht allein. Gemeinsam mit vier uns bisher unbekannten Kanadiern in unserem Alter aus Calgary genossen wir die Wärme, den Blick auf den Ozean und den Austausch in entspannter Runde. Aus Fremden wurde für einen Abend eine kleine Social-Gruppe, die das gleiche Glück teilte: einen regnerischen Tag mit einem besonderen Erlebnis zu beschließen.

A barrel sauna session was on the schedule – and this time, not just for us. Together with four Canadians from Calgary, about our age and new to us until that evening, we enjoyed the warmth, the ocean view, and the relaxed conversations. For one evening, strangers turned into a small social group, sharing the same joy: ending a rainy day with a special experience.

Nun lassen wir den Abend wieder ruhig ausklingen – eingekuschelt in Decken, mit einem Glas Whiskey in der Hand und dem gleichmäßigen Trommeln des Regens auf dem Dach. Ein perfekter Abschluss für diesen Tag.

Now we are ending the evening in the coziest way – wrapped in blankets, with a glass of whiskey in hand, and the steady drumming of rain on the roof. A perfect closing to this day.

Da wir morgen früh loswandern wollen und anschließend im Inland unhooked übernachten, gibt es den Beitrag diesmal schon am Abend – und nicht wie sonst erst am nächsten Tag.

Since we want to head out for a hike early tomorrow and then spend the night inland unhooked, this post comes a bit earlier tonight – instead of the next day as usual

Liebe Grüße

KaroCel

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From Eagle Sighting to Rainforest Trails and Coastal Brews

Hallo ihr Lieben,

Gestern haben wir uns kurz damit beschäftigt, wie wir am besten von A nach B kommen. Zwar fährt ein Bus, doch dafür braucht man entweder eine Buskarte (erhältlich in Tofino) oder muss passend bar bezahlen. Bargeld hatten wir bisher allerdings noch nicht gebraucht – und folglich auch nicht vorrätig. Das machte die Sache etwas kompliziert, denn eigentlich stand noch eine Wanderung auf dem Plan.

Yesterday, we briefly discussed how to best get from A to B. There is a bus, but you either need a bus pass (available in Tofino) or the exact fare in cash. Since we hadn’t needed cash so far, we didn’t have any on hand. That made things a little tricky, especially since we had planned to go on a hike.

Dann fiel uns jedoch ein, dass es direkt hier einen rund fünf Kilometer langen Trail gibt, der am Strand entlang und durch die Klippen führt. Perfekt! Also zogen wir uns wetterfest an – schließlich war Regen angesagt.

Then we remembered there’s a roughly five-kilometer trail right here, running along the beach and through the cliffs. Perfect! So we dressed for the weather – after all, rain was in the forecast.

Der Trail war einfach großartig: dichter Regenwald, steile Klippen, umgestürzte Baumriesen, die mit Moos und Flechten überwachsen waren. Dazwischen immer wieder kurze Strandabschnitte – ein ständiger Wechsel und einfach genial. Als besonderes Highlight entdeckten wir unseren ersten Weißkopfseeadler. Leider war er mit seiner Beute zu schnell wieder verschwunden, um ihn vor die Linse zu bekommen.

The trail was simply amazing: dense rainforest, steep cliffs, and giant fallen trees covered in moss and lichens. Every now and then, we came across short stretches of beach – a constant change of scenery and absolutely fantastic. The highlight was spotting our first bald eagle. Unfortunately, he took off with his catch before I could get a photo.

Am Ende des Trails erreichten wir Tofino – einst ein kleines Fischer- und Walfängerdorf, heute ein quirliger Mix aus Aussteigerort und Surfparadies. Die Straßen sind mittlerweile gesäumt von Souvenirshops, Galerien und kleinen Juwelierläden. Für einen verregneten Nachmittag genau das Richtige, um ein bisschen zu bummeln – und endlich Bargeld zu besorgen. Danach gönnten wir uns eine Pause in einem Café mit Blick auf den Hafen.

At the end of the trail, we reached Tofino – once a small fishing and whaling village, now a lively mix of bohemian charm and surf culture. The streets are now lined with souvenir shops, galleries, and small jewelry stores. For a rainy afternoon, it was the perfect place for a little stroll – and to finally get some cash. Afterwards, we treated ourselves to a coffee break with a view of the harbor.

Als der Regen stärker wurde, beschlossen wir, am späteren Nachmittag eine nahegelegene Brauerei zu besuchen und uns dort durch verschiedene Biersorten zu probieren. Am Nebentisch spielten ein paar Gäste Cribbage – ein Kartenspiel, das wir zwar noch nicht wirklich verstehen, das aber zu den beliebtesten Spielen der Kanadier gehört.

When the rain picked up, we decided to visit a nearby brewery later in the afternoon and sample a variety of beers. At the table next to us, some guests were playing Cribbage – a card game we don’t fully understand yet, but one that’s apparently very popular with Canadians.

Zum Abendessen ging es zu einem kleinen Taco-Stand. Vor Ort ließen wir uns einen schmecken und nahmen noch einen Burrito für später mit in den RV. Den restlichen Abend verbrachten wir eingekuschelt in Decken, während der Regen auf das Dach trommelte – perfekt, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

For dinner, we headed to a small taco stand. We enjoyed one right there and took a burrito to have later in the RV. The rest of the evening was spent wrapped in blankets, listening to the rain drumming on the roof – the perfect way to end the day.

Viele Grüße

KaroCel

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Smoke, Cold Water, and Golden Sunsets

Hallo ihr Lieben,

Wir starteten den Tag entspannt vom Rathtrevor Beach Campground. Marcel nutzte die Zeit für eine kurze Joggingrunde, während ich mich auf eine kleine Foto‑Vogeljagd begab und versuchte, die ersten Sonnenstrahlen einzufangen. Cathedral Grove ließen wir wegen des Andrangs für den Rückweg, und in Port Alberni war durch den dichten Rauch leider nichts möglich – für mein Asthma undenkbar.

We started the day relaxed at Rathtrevor Beach Campground. Marcel went for a short jog while I went on a little bird photography mission, trying to catch the first rays of sunlight. We skipped Cathedral Grove due to the crowds for the return trip, and Port Alberni was off-limits because of the heavy smoke – with my asthma, it simply wasn’t possible.

Stattdessen machten wir Halt am Taylors Creek. Wir sprangen ins glasklare, eiskalte Wasser und genossen die erfrischende Schwimmrunde inmitten unberührter Natur. Danach wollten wir die Schönheit des Ortes noch aus der Luft festhalten – doch kurz vor der Landung erfasste ein plötzlicher Windstoß unsere Drohne, drückte sie gegen einen Ast und der Absturz bedeutete leider ihr Ende.

Instead, we stopped at Taylors Creek. We swam in the crystal-clear, ice-cold water, enjoying the refreshing break in pristine nature. Afterwards, we planned to capture the scenery from above – but just before landing, a sudden gust of wind pushed our drone into a branch, and the crash sadly ended its journey.

Unser nächster Halt war ein Aussichtspunkt am Kennedy Lake, dem größten See auf Vancouver Island. Vor uns lag eine riesige, glitzernde Wasserfläche, umgeben von dicht bewaldeten Hängen und Regenwald, der bis ans Ufer reichte. Die Nachmittagssonne spiegelte sich auf den kleinen Wellen, und der leichte Wind brachte genau die richtige Brise, um einfach ein paar Minuten stehen zu bleiben, tief durchzuatmen und den Ausblick zu genießen.

Next came a viewpoint over Kennedy Lake, the largest lake on Vancouver Island. In front of us stretched a vast, shimmering expanse of water, surrounded by forested hills and rainforest reaching right down to the shore. The afternoon sun danced on the small ripples, and the gentle breeze made it the perfect spot to just stand still for a few minutes, take a deep breath, and soak in the view.

Von dort ging es weiter: ein kurzer Stopp am Visitor Center für den Pacific Rim, eine sonnige Stunde am Long Beach und schließlich Ankunft im Crystal Cove Beach Resort. Dort erlebten wir am Strand einen traumhaften Sonnenuntergang, bevor wir uns im RV mit Decke, Kerze und einem Glas Whisky für den deutlich kühleren Abend einkuschelten.

From there, we made a brief stop at the Pacific Rim Visitor Center, enjoyed a sunny hour at Long Beach, and finally arrived at Crystal Cove Beach Resort. We watched a gorgeous sunset on the beach before settling into the RV with a blanket, candlelight, and a glass of whisky for the much cooler evening.

Liebe Grüße

KaroCel

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From Sea Views to Forest Trails and Back to the Shore

Hallo ihr Lieben,

Heute haben wir gemütlich ausgeschlafen und ein ausgiebiges Frühstück am RV genossen. Danach hieß es: alles sauber machen, verstauen und Abschied nehmen von Victoria.

We had a slow, cozy morning today, sleeping in and enjoying a hearty breakfast at the RV. After that, it was time to clean up, pack away our things, and say goodbye to Victoria.

Unser erster Stopp war ein Baumarkt (Canadian Tire). Dort haben wir einen neuen Filtereinsatz für unseren Wasserschlauch gekauft – Marcel hatte den alten entfernt und dabei festgestellt, dass der Dichtring völlig marode war. Außerdem landete eine neue French Press im Wagen, denn Marcel hatte heute Morgen etwas zu viel Kraft im Spiel und den Boden der alten zum Bersten gebracht.

Our first stop was Canadian Tire, where we picked up a new filter insert for our water hose – Marcel had removed the old one and discovered the gasket was completely worn out. We also grabbed a new French press, as Marcel had put a little too much strength into using the old one this morning, shattering the bottom.

Eigentlich wollten wir anschließend den alten Goldminen-Trail wandern. Da es jedoch wieder einmal sehr warm war, haben wir die 5 km-Tour ausgelassen und sind stattdessen direkt zum Malahat SkyWalk gefahren. Der Weg dorthin führte uns über den kurzen, schattigen Lukas Trail – eine kleine Einstimmung auf den Höhepunkt: den spiralförmigen Aussichtsturm, der mit faszinierenden Holzskulpturen aus Treibholz geschmückt ist. Von ganz oben bot sich ein atemberaubender Blick über Insel, Meer und Berge. Sogar ein Truthahngeier kreiste neugierig über uns, als wollte er sehen, wer sich da so hoch hinauswagt.

Originally, we had planned to hike the old Gold Mine Trail. But with the heat once again pushing high, we decided to skip the 5 km walk and head straight for the Malahat SkyWalk. The short, shady Lukas Trail led us to the towering spiral walkway, which is adorned with fascinating driftwood sculptures. From the very top, the view was nothing short of breathtaking. A turkey vulture circled above us, curious about who had climbed so high into its territory.

Als wir den SkyWalk wieder verließen, war es noch immer heiß – und an der großen Rutsche hinunter wartete eine lange Schlange. Also suchten wir nach einer erfrischenderen Alternative. Dabei stieß ich zufällig auf einen kleinen Geheimtipp: den Spectacle Lake. Dieses noch nicht überlaufene Kleinod lag nur wenige Fahrminuten entfernt und bot genau das, was wir brauchten – klares Wasser und Ruhe. Wir schwammen eine Runde, genossen die Abkühlung und vergaßen für einen Moment die Hitze. Leider hat unsere eigentlich wasserdichte Insta360 dort den Geist aufgegeben … wir hoffen inständig, dass sie sich wieder erholt, denn die Aufnahmen damit waren immer etwas ganz Besonderes.

When we came back down, the heat was still intense, and the slide back to the bottom had a long line of people waiting. So we looked for a cooler alternative — and by chance, I stumbled upon a little hidden gem: Spectacle Lake. Just a short drive away, this not-yet-overcrowded spot was perfect for a refreshing swim. The clear water was pure bliss, though sadly, our supposedly waterproof Insta360 gave up on us mid-swim… We’re still hoping it recovers, because the footage from it has always been something special.

Zum Abschluss fuhren wir zum Rathtrevor Beach Resort. Marcel hatte spontan einen traumhaften Campingplatz im Wald und nur wenige Schritte vom Strand entfernt gefunden. Am Abend wurden wir beim Spaziergang am Meer noch mit einem springenden Buckelwal belohnt 😍

Our final stop for the day was Rathtrevor Beach Resort, where Marcel had found a dreamy campsite nestled in the forest, just steps from the beach. During our evening walk along the shore, we were rewarded with the sight of a humpback whale breaching 😍

Einziger Wermutstropfen: Über dem Inselinneren brennt es – und die riesige Rauchwolke zieht inzwischen direkt über uns hinweg. Leider reißt sie nicht ab und erinnert uns ununterbrochen daran, wie heftig dieses neue Feuer ist. Wir hoffen sehr, dass die Feuerwehr es bald unter Kontrolle bringt.

The only dark note of the day: wildfires are raging in the island’s interior, and a massive plume of smoke has now drifted directly over us. It hasn’t let up, hanging in the sky as a constant reminder of how intense this new blaze really is. We can only hope the firefighters manage to bring it under control soon.

Liebe Grüße

KaroCel

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Where Giants of the Sea Meet Dreams

Hallo ihr Lieben,

Ich weiß heute gar nicht, wo ich anfangen soll! Es war ein unbeschreiblich schöner Tag – und vermutlich das beste Wildlife-Erlebnis meines Lebens.

I don’t even know where to start today! It was an indescribably beautiful day – and probably the best wildlife experience of my life.

Wie es sich für Deutsche gehört, waren wir deutlich vor der angesagten Zeit am Treffpunkt – nicht zuletzt, weil unser Uber-Fahrer erstaunlich gut durch den Stadtverkehr gekommen ist. Bei Eagle Wing Tours angekommen, erhielten wir erst einmal eine dicke wind- und wasserdichte Winterjacke sowie eine Regenhose. Im ersten Moment fühlte sich das reichlich übertrieben an – immerhin hatten wir an Land sommerliche 25 Grad. Doch auf hoher See, bei 60–70 km/h im offenen Boot, war ich mehr als dankbar dafür.

As you’d expect from Germans, we arrived well before the scheduled time – helped by the fact that our Uber driver made it through city traffic remarkably well. At Eagle Wing Tours, we were first handed a thick wind- and waterproof winter jacket along with rain pants. At first, it felt a bit over the top – after all, it was a sunny 25°C on land. But out on the open sea, racing along at 60–70 km/h in an open boat, I was more than grateful for it.

Kleinere Sichtungen ließen wir zunächst links liegen, denn die Crew hatte ein besonderes Ziel im Auge: Zehn Buckelwale vor der Küste des Olympic Nationalparks. Anfangs blieb ich entspannt – ich hatte Buckelwale ja schon in Monterey Bay und San Francisco gesehen. Doch dieser Tag sollte anders werden. Zuerst hielten sich die Tiere noch in einiger Entfernung auf, während wir spannende Infos zu ihnen bekamen. Kurz bevor wir weiterfahren wollten, änderte sich jedoch alles: Drei Buckelwale schienen beschlossen zu haben, uns genauer unter die Lupe zu nehmen.

We skipped the first smaller sightings because the crew had a specific destination in mind: ten humpback whales off the coast of Olympic National Park. At first, I stayed relaxed – I’d already seen humpback whales in Monterey Bay and San Francisco. But this day was going to be different. At first, the whales kept their distance while we listened to fascinating information about them. Just before we were about to move on, everything changed: three humpbacks seemed to have decided to take a closer look at us.

Der Kapitän stellte den Motor ab, als die Wale immer näher kamen. Zuerst tauchten sie hinter uns auf – und dann, keine zehn Meter vom Boot entfernt, brachen sie plötzlich durch die Wasseroberfläche, pusteten uns direkt an und verschwanden mit einem leichten Trompetenlaut wieder in der Tiefe. Es war atemberaubend! Die Guides meinten anschließend, wir sollten am besten nie wieder Whale Watching machen – so ein Erlebnis habe man nur sehr selten.

The captain turned off the engine as the whales came closer and closer. First they surfaced behind us – and then, less than ten meters from the boat, they suddenly broke through the surface, exhaled in our direction, and slipped back beneath the waves with a soft trumpeting sound. It was breathtaking! Afterwards, the guides told us we might as well never go whale watching again – experiences like that are extremely rare.

Nach diesem Höhepunkt trennten sich unsere Wege von den Buckelwalen. Die Crew wollte uns unbedingt noch eine weitere Stelle zeigen. Nach einer rasanten Fahrt erreichten wir eine Gruppe von acht Booten – für mich war sofort klar: Das mussten Orcas sein! Tatsächlich hatten sich zwei Gruppen von Bigg’s Orcas zusammengeschlossen, und unter ihnen schwammen zwei ausgewachsene Bullen mit riesigen, kerzengeraden Rückenflossen, die aus der Ferne schon beeindruckend wirkten. Doch erst aus der Nähe spürte man ihre Kraft: Sie glitten nicht einfach durchs Wasser, sie schnitten regelrecht hindurch – schnell, kraftvoll und mit einer Eleganz, die man kaum beschreiben kann. Mit nur wenigen Flossenschlägen legten sie in Sekunden mehrere Bootslängen zurück, tauchten kurz auf, atmeten hörbar aus und verschwanden dann wieder in der Tiefe.

After this incredible highlight, we parted ways with the humpbacks. The crew was eager to take us to one more location. After another high-speed ride, we came upon a group of eight boats – and I knew instantly: these had to be orcas! Indeed, two groups of Bigg’s orcas had joined forces, and among them were two fully grown males with enormous, perfectly straight dorsal fins that were impressive even from a distance. Up close, you could feel their power: they didn’t just move through the water, they sliced through it – fast, powerful, and with an elegance that’s hard to describe. With just a few strokes of their flukes, they covered several boat lengths in seconds, surfaced briefly, exhaled audibly, and then disappeared again into the depths.

Worte können kaum beschreiben, wie unglaublich es war, diese mächtigen Jäger in freier Wildbahn zu sehen. Mein Kindheitstraum erfüllte sich – und das schon an Tag drei der Reise. Vor Glück liefen mir einfach die Tränen.

Words can hardly describe how incredible it was to see these powerful hunters in the wild. A childhood dream of mine came true – and on just the third day of the trip. Tears of pure joy were streaming down my face.

Zum krönenden Abschluss hielten wir noch bei zwei Seelöwenkolonien: mächtige Steller-Seelöwen, die größte Robbenart, und kalifornische Seelöwen. Dazu kamen unzählige Möwen und andere Seevögel. Für längere Beobachtungen reichte die Zeit leider nicht mehr, aber das spielte keine Rolle – dieser Tag war ohnehin schon perfekt.

To round off the day, we stopped at two sea lion colonies: mighty Steller sea lions – the largest seal species – and California sea lions. We also saw countless gulls and other seabirds. We didnt have much time to linger, but it didn’t matter – this day had already been absolutely perfect.

Liebe Grüße

KaroCel

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Victoria and a Long Walk – Moments by the Sea

Hallo ihr Lieben,

Ich bin gestern früh wieder viel zu früh wach geworden. Bei diesem traumhaften RV-Platz habe ich mich dann kurzerhand entschlossen, den Sonnenaufgang am Strand zu genießen. Ein Träumchen! Ich konnte viele verschiedene Vögel beobachten und wurde am Ende sogar noch mit dem Anblick eines einzelnen Schweinswals belohnt.

Yesterday, I woke up far too early again. With such a stunning RV park, I decided on the spur of the moment to head down to the beach and watch the sunrise. It was pure bliss! I spotted plenty of different birds and was even rewarded with the sight of a single harbour porpoise in the end.

Marcel hat den wunderschönen Strand derweil für eine kleine Joggingeinheit genutzt. Nach dem Frühstück sind wir noch eine ausgiebige Runde am Strand gelaufen. Durch die Ebbe war eine Sandbank freigelegt, die am Abend zuvor noch gar nicht zu erahnen war. Auf dieser sind wir dann gut eine Stunde spazieren gegangen. Dabei gab es ein interessantes Phänomen: Marcel wurde von einem Mini-Blowhole „bespuckt“. Diese kleinen Wasserfontänen entstehen oft, wenn sich Luft unter der Sandoberfläche staut und dann mit dem nächsten Wellendruck explosionsartig nach oben schießt.

Meanwhile, Marcel made good use of the beautiful beach for a quick morning jog. After breakfast, we went for a long walk along the shore. Because the tide was out, a sandbank had emerged that we couldn’t even guess existed the night before. We strolled along it for a good hour. Along the way, we came across an interesting phenomenon: Marcel got “splashed” by a mini blowhole. These little water fountains form when air gets trapped beneath the sand’s surface and is then pushed up forcefully with the next wave.

Nachdem wir alles sicher verstaut hatten, ging es zum lokalen Farmers Market, wo wir uns mit frischem Salat und Obst eingedeckt haben. Ich glaube, ich habe noch nie so gute Heidelbeeren gegessen! Anschließend sind wir noch zu einem Camper- und einem Liquor-Store gefahren – Alkohol wird hier wie in den USA in speziellen Geschäften verkauft, darf aber ohne Papiertüte transportiert werden. Die Dame an der Kasse meinte nur lachend: „Wir sind doch keine Amerikaner!“ 😁

Once everything was packed up safely, we headed to the local farmers’ market to stock up on fresh salad and fruit. I don’t think I’ve ever had blueberries that tasted so good! After that, we stopped by both an RV store and a liquor store – alcohol is sold in special shops here, just like in the US, but you’re allowed to carry it without a paper bag. The lady at the counter just laughed and said, “We’re not Americans!” 😁

Danach haben wir uns auf den Weg nach Victoria gemacht. Unser Stellplatz hier ist ebenfalls ein Träumchen – direkt auf einer Landspitze, umgeben von Wasser. Außerdem haben wir hier zum ersten Mal Full-Service Hook-up, sprich Strom und Wasser direkt am Platz. Leider scheint unser Wasseranschluss nicht ganz dicht zu sein – er tropft ständig. Mal sehen, was sich Fraserway dazu einfallen lässt. Wir haben aber erst einmal die Tanks befüllt, damit kommen wir locker ein bis zwei Tage hin.

From there, we made our way to Victoria. Our campsite here is another real gem – right on a small peninsula, surrounded by water. Plus, for the first time, we have a full-service hook-up, meaning electricity and water right at our site. Unfortunately, our water connection doesn’t seem to be completely sealed, so it’s been dripping non-stop. We’ll see what Fraserway comes up with to fix that. For now, we simply filled the tanks, which should last us a day or two.

Am Nachmittag sind wir den Westbay Walkway bis nach Downtown bzw. Oldtown Victoria gelaufen. Dieser Weg zieht sich gefühlt ewig, da nach jeder Bucht gleich die nächste kommt und man kaum das Gefühl hat, wirklich voranzukommen. Trotzdem war es ein toller Spaziergang – nur gestern bei der Wärme auch etwas anstrengend.

In the afternoon, we walked the Westbay Walkway all the way to downtown and Old Town Victoria. This path feels endless, as one bay is always followed by another, and you hardly feel like you’re getting any closer to the city. Still, it was a beautiful walk – just a bit tiring in the warm weather yesterday.

Victoria selbst wirkt für uns wie eine Mischung aus San Francisco und London – und ist ganz klar ein Touristen-Hotspot. Kein Wunder, hier legen regelmäßig große Kreuzfahrtschiffe an. Zum Abschluss sind wir noch zum Fisherman’s Wharf spaziert, haben uns bei Eagle Wings, unserem Whale-Watching-Anbieter für heute, die letzten Infos geholt und danach leckeres Seafood mit einem kühlen Bier genossen.

Victoria itself feels to us like a mix between San Francisco and London – and it’s clearly a tourist hotspot. No surprise, as large cruise ships dock here regularly. We ended our walk at Fisherman’s Wharf, got the final details from Eagle Wings, our whale-watching provider for today, and then enjoyed a delicious seafood dinner with a cold beer.

Den Heimweg haben wir dann mit einem Wassertaxi angetreten. Diese niedlichen kleinen Nussschalen bringen einen gemütlich von A nach B – ein echtes Muss, wenn man in Victoria ist.

For the journey back, we hopped on a water taxi. These adorable little boats shuttle you from one point to another – definitely something you have to try when visiting Victoria.

Liebe Grüße

KaroCel

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